Wo ist am Sonntag überhaupt Schnee? Der Live-Scan bleibt leer – Weiss findet sich fast nur noch ganz oben
Am Sonntagmorgen, 13. September 2026, ist die Antwort auf die Frage «Wo schneit es gerade?» erstaunlich nüchtern: Im aktuellen SchneeToni-Live-Scan erscheint kein ausreichend frischer bestätigter Schneetreffer. Das bedeutet nicht, dass weltweit garantiert nirgends eine Flocke fällt – aber in der von SchneeToni erfassten aktuellen Live-Sicht gibt es derzeit keinen frischen Treffer.
Der laufende Überblick ist auf «Wo schneit’s?» abrufbar. Für die Schweizer Alpen passt das Bild sehr gut zur aktuellen Wetterlage: Von einem Frühwinter oder einer verbreiteten Neuschneelage kann keine Rede sein.
In den Schweizer Alpen dominiert Fels, Gras und Geröll
Auf vielen klassischen Bergtouren zeigt sich Mitte September ein spätsommerlich bis frühherbstliches Bild. Selbst in hohen Lagen sind grosse Flächen schneefrei. Wo Weiss sichtbar ist, handelt es sich häufig um alte Schneefelder, Firnreste oder Gletscherflächen – nicht um eine frische geschlossene Schneedecke.
Genau diese Unterscheidung ist wichtig. Ein weisser Fleck unterhalb eines Gipfels beweist noch keinen aktuellen Schneefall. Ebenso kann ein Gletscher aus der Ferne wie eine frische Schneefläche wirken, obwohl dort lediglich altes Eis und Firn liegt.
Schnee findet man am ehesten in den höchsten vergletscherten Regionen
Wer heute gezielt nach Schnee sucht, hat die grössten Chancen in den hochalpinen Gebieten des Wallis, der Berner Alpen und weiterer vergletscherter Massife. Dort existieren dauerhaft Firn- und Eisflächen. Auch schattige Mulden können kleine alte Schneereste tragen. Eine neue flächige Schneedecke ist daraus aber nicht abzuleiten.
Der Unterschied zum Winter ist entsprechend gross: Schneefallgrenze und Nullgradgrenze liegen derzeit so hoch, dass gewöhnliche Alpenlagen weitgehend schneefrei bleiben. Für markanten Neuschnee müssten kalte Luft und ausreichend Feuchtigkeit gleichzeitig zusammentreffen.
Kein Neuschnee heisst nicht automatisch einfache Bedingungen
Auch ohne frischen Schnee können hochalpine Touren anspruchsvoll sein. Alte Schneefelder, Firn und Gletschereis können nach kühlen Nächten hart und rutschig sein. Dazu kommen Spaltengefahr auf Gletschern, Steinschlag und die rasch kürzer werdenden Septembertage.
Bereits am Samstag hatte SchneeToni darauf hingewiesen, dass Altschnee und Eis hochalpin wichtiger sind als Neuschnee. Diese Einordnung gilt auch am Sonntag weiter.
Der nächste echte Schneefall braucht eine neue Wetterlage
Das Potenzial für erste markantere Schneefälle wächst naturgemäss mit jedem Herbsttag. Aktuell gibt es aber keinen Grund, aus dem Sonntag einen Wintertag zu machen. Der ehrliche Befund lautet: Frischer Schnee ist weit und breit kein dominantes Thema. Wer Weiss sehen will, muss sehr hoch hinauf – und findet dort vor allem das, was vom Hochgebirge ohnehin übrig bleibt.