Die schneeärmsten Winter Europas: Als den Alpen der Schnee fehlte
Schneearme Winter hat es in Europa immer gegeben. In den vergangenen Jahren häuften sich jedoch auffällige Saisons mit deutlich weniger Schnee als üblich.
2021/22: bis zu 30 Schneetage weniger
Copernicus dokumentierte in weiten Teilen Europas weniger Schneetage als im langjährigen Mittel. In zahlreichen Regionen fehlten bis zu 30 Schneetage. In den Alpen wurde 2022 die minimale Schneebedeckung früher erreicht als in jedem Jahr seit 2001.
2022/23: Negativrekorde
Copernicus meldete Anfang März 2023 in Teilen der westlichen Alpen rekordtiefe Schneeverhältnisse. Das SLF stellte Ende Februar an vielen Messstationen extrem geringe Schneehöhen fest. Oberhalb von 1000 Metern lag an rund 40 Prozent der untersuchten Stationen weniger Schnee als in den vorhergehenden 70 Jahren.
2023: teils fast ein Winter ohne Schnee
Im europäischen Klimabericht wurden an vielen Alpenstationen 10 bis 30 Schneetage weniger als normal registriert. Einzelne Standorte kamen sogar auf 76 bis 89 fehlende Schneetage.
2025/26 erneut schneearm
Das SLF beschreibt stark unterdurchschnittliche Schneehöhen in allen Höhenstufen. Die seit November gemessenen Neuschneesummen erreichten schweizweit nur 50 bis 75 Prozent des langjährigen Mittels; besonders gross war das Defizit im Osten.
Ein schneearmer Winter in Europa bedeutet nicht, dass überall wenig Schnee fällt. Region und Höhenlage bleiben entscheidend.