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Wenn der letzte Lift stillsteht: Warum immer mehr kleine Skigebiete aufgeben – und was danach entstehen kann

Ein stillstehender Skilift ist mehr als eine technische Anlage, die nicht mehr läuft. Für viele Bergdörfer endet damit ein Stück Wintergeschichte.

Grand Puy

Im französischen Grand Puy bei Seyne-les-Alpes stimmten 2024 rund 71 Prozent der Bevölkerung dafür, den Skibetrieb einzustellen. Das Gebiet hatte stark sinkende Skier Days und hohe jährliche Verluste. Künftig sollen stärker Aktivitäten entstehen, die nicht von Schneelage und Liftbetrieb abhängig sind.

La Sambuy

La Sambuy stellte 2023 den Skibetrieb ein. Der Betrieb hatte in der letzten Saison nur noch etwa vier Wochen funktioniert.

Schweiz: Schratten Flühli

Der kleine Skilift Schratten Flühli stellte 2024 den Betrieb ein. Eine Schweizer Studie zeigt zugleich, dass nicht nur der Klimawandel entscheidet: Häufig scheitern kleine Gebiete an fehlender Beschneiung, ausbleibender Lift-Erneuerung und hoher Konkurrenz.

Österreich: Gaberl

Im Juni 2026 wurde bekannt, dass der Skibetrieb am Gaberl eingestellt wird. Der Betreiber erklärte, dass rund die Hälfte des Umsatzes in Beschneiung floss.

Italien

Nevediversa 2024 meldete 260 Liftanlagen als vollständig ausser Gebrauch und weitere 177 temporär geschlossen.

Was positiv sein kann

Manche Orte nutzen die Zäsur für ganzjährige Angebote. Grand Puy setzt auf naturbasierte Aktivitäten; Sankt Corona am Wechsel hat Mountainbike, Wandern und Sommerangebote stark ausgebaut. Auch am Gaberl sollen Wandern, Langlauf und Kinderangebote weiterleben.

Die Schliessung bleibt für Beschäftigte und lokale Betriebe schmerzhaft. Positiv wird sie dort, wo aus dem Ende ein breiteres, wirtschaftlich stabileres Bergangebot entsteht.