SchneeToni
AlpenwetterSchneeToni

Der Schnee ist da: Wo die Alpen jetzt wirklich weiss geworden sind

Der erste markante Herbstschnee ist in den Alpen angekommen – aber er liegt längst nicht überall. Der Schnee-Check vom Freitag, 9. Oktober, zeigt ein klares Höhenmuster: In den Hochlagen sind viele Gipfel und Passregionen weiss, während in mittleren Lagen bereits wieder Tauwetter einsetzt. Besonders belastbar ist die Beobachtung aus Frankreich: Météo-France meldet auf einzelnen Massiven mehr als 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee oberhalb von rund 2000 Metern.

Auch am Alpennordrand und in Österreich hat der Kaltluftvorstoss die Schneefallgrenze vorübergehend deutlich gedrückt. Regional fiel in der Nacht und am Morgen bis etwa 1500-1800 Meter Schnee oder Schneeregen. Mit der raschen Erwärmung in der Höhe zieht sich die geschlossene Schneedecke aber wieder nach oben zurück.

Wo der Schnee am ehesten liegen bleibt

Die besten Chancen auf eine sichtbare und vorübergehend kompakte Schneedecke bestehen oberhalb von etwa 2200 bis 2500 Metern, in schattigen Hochlagen auch etwas tiefer. Auf Gletschern und hoch gelegenen Pässen kann der Schnee länger halten. Unterhalb von etwa 2000 Metern ist die Lage dagegen stark von Exposition, Untergrund und Niederschlagsmenge abhängig; dort verschwindet die weisse Schicht vielerorts rasch wieder.

Schnee-Check

  • Französische Hochlagen: lokal mehr als 10-15 cm Neuschnee oberhalb von rund 2000 m gemeldet.
  • Nordalpen: die Schneefallgrenze lag zeitweise deutlich tiefer, steigt nun aber wieder an.
  • Samstag liegt die Schneefallgrenze vielerorts wieder ungefähr bei 2200-2500 m.
  • Dauerhafter bleibt der Schnee vor allem auf schattigen Hochlagen, Pässen und Gletschern.
  • Für Bergtouren sind neben Schnee vor allem Nässe, Vereisung, Nebel und schlechte Sicht zu beachten.

Samstag kommt neuer Niederschlag – aber kein grosser Wintereinbruch

Am Samstag erreicht eine weitere Störung die nördlichen und westlichen Alpen. Damit kann es in den Hochlagen erneut schneien. Nach aktuellem Stand spricht jedoch wenig für einen flächigen, starken Wintereinbruch bis in die Täler. Die Schneefallgrenze liegt deutlich höher als beim Kaltluftvorstoss vom Donnerstag und Freitagmorgen.

Für Schnee-Fans lohnt sich der Blick deshalb vor allem auf Webcams und Messstationen oberhalb von 2200 bis 2500 Metern. Dort ist der frühe Wintergruss am besten sichtbar; in tieferen Lagen dominiert wieder der nasse Herbst.