Schnee bis Montagabend: Wo die höchsten Alpen ein Schneesignal zeigen – und wo es freundlicher wird
Bis Montagabend ist Schnee in den Alpen nicht überall dasselbe Thema. Gerade im Oktober entscheiden Höhenlage, Zeitpunkt der Niederschläge und lokale Temperatur gemeinsam darüber, ob Regen oder Flocken fallen. Die öffentlich zugänglichen Alpha-/STN-Signale zeigen regionale Unterschiede: Am Sonntagnachmittag zeigen hochalpine Punkte der Westalpen ein Alpha-Schneesignal, während ausgewählte Punkte in den Hohen Tauern das führende Signal „Ruhig“ tragen. Für einzelne Schweizer Bergstandorte kündigt sich am Montag eine freundlichere Phase an.
ALPHA / STN · SO 18.10. · 16 UHR
Schneesignal nicht in allen Alpenregionen
Mont Blanc: −10 °C, Leitsignal «Schnee». Großglockner: 0 °C, Leitsignal «ruhig». Daraus folgt keine flächige Schneefallzone.
Alpha/STN · Bergpunkte, So 18.10.2026, 15:00–16:00 MESZ
Mont Blanc und Westalpen: Hochlagen besonders beobachten
Die Westalpen mit dem Mont-Blanc-Massiv, der Walliser Hochgebirgswelt und den angrenzenden italienischen Alpen zählen in dieser Lage zu den Gebieten, für die ein gezielter Schneecheck sinnvoll ist. Das italienische Alpha-/STN-Lagebild vom Sonntag um 16 Uhr zeigt am Monte Bianco und am Cervino im aktuellen und späteren Tagesfenster Schnee als Leitsignal. Am Monte Rosa ändert es sich von Wind zu Schnee. Die beiden Sonntagsfenster sind keine automatische Montagsprognose.
Das bedeutet: In einzelnen hochalpinen Bereichen ist Schnee möglich. Es bedeutet nicht, dass im ganzen Aostatal oder Wallis Schnee fällt, und ebenso wenig, dass eine bestimmte Anzahl Zentimeter bis Montagabend sicher zusammenkommt. Dafür müsste die gültige Alpha-Prognose exakt nach Ort, Höhe und Zeitfenster ausgewertet werden.
Schweizer Alpen: Der Montag wird regional eher freundlich
Für den Säntis auf 2502 Metern führt die öffentlich verfügbare Alpha-Ortsprognose vom 17. Oktober für Sonntag einen kühlen, wechselhaften Tag auf, für Montag dagegen freundlicheres Wetter. Die Schweizer Alpha-Ortsprognosen zeigen am Montag sehr verschiedene Sonnenfenster, unter anderem für Rautispitz, Klöntal und Pragelpass.
Besonders wichtig ist die Differenz zwischen einem Regen- oder Schneehinweis für einen anderen Tag und dem hier gesuchten Fenster bis Montagabend. Beim Säntis erscheinen markantere Schneesignale in dieser älteren Alpha-Prognose erst nach Montag. Ein Hinweis auf einen späteren Wintereinbruch darf nicht nachträglich zu Neuschnee am 18. oder 19. Oktober umgedeutet werden.
Österreich: Großglockner und Hochgebirge separat von den Tälern
Am Großglockner zeigt die Alpha-Ortsübersicht am Sonntag um 16 Uhr bei 0 Grad das führende Signal „Ruhig“, ebenso an Wildspitze und Großvenediger bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Daraus ergibt sich für die Hohen Tauern keine durchgehende Schneefallzone.
Für die Tiroler, Salzburger und Kärntner Täler ergibt sich daraus keine automatische Schneewarnung. Ob hoch oben vor Montagabend tatsächlich Neuschnee fällt, kann nur der vollständige örtliche Alpha-Zeitraum entscheiden.
Wo Schnee möglich sein könnte – und wo nicht
Für Sonntag liegen konkrete Schneesignale an hohen Westalpengipfeln wie Monte Bianco und Cervino vor; am Monte Rosa wird Schnee erst im späteren Sonntagsfenster als führendes Signal angezeigt. Ob diese Signale bis Montagabend anhalten oder auf benachbarte Regionen übergreifen, ist aus dem Tagesfenster allein nicht nachweisbar. Für die Hohen Tauern liegt im neueren 15-Uhr-Ausschnitt kein entsprechendes führendes Schneesignal vor. Diese Auswahl beruht auf räumlich begrenzten Signalen und ist ausdrücklich keine vollständige Rangliste von Neuschneemengen.
In den untersuchten tieferen Schweizer Pass- und Tallagen deutet die datierte Montagstendenz eher auf mildere und freundlichere Abschnitte als auf einen verbreiteten Schneetag hin. Der Unterschied zwischen 1500 Metern, 2500 Metern und den Gletscherregionen muss bei jedem Gebietsvergleich mitgedacht werden.
Tourenplanung: Schneedecke, Glätte und Sicht nicht vermischen
Auch ohne Neuschnee kann vorhandener Altschnee in schattigen Rinnen liegen; vergletscherte Wege und ausgesetzte Grate bleiben anspruchsvoll. Umgekehrt bedeutet leichter Schneefall in einer Gipfelprognose nicht automatisch eine geschlossene Schneedecke an einer Passstraße.
SchneeToni leitet aus diesen Ortsangaben keine eigene Warnstufe und keine Schwelle ab. Für konkrete Touren sind der gültige Alpha-Warnstatus sowie der reale Weg- oder Straßenzustand unmittelbar vor dem Start maßgeblich.
ZEITLICHER GEGENSATZ
Monte Rosa wechselt das Signal
Am Monte Rosa lautet das Leitsignal im ersten Sonntagsfenster «Wind», später «Schnee». Keine bestätigte Neuschneemenge und keine Montagsprognose.