Weite felsige Hochgebirgslandschaft mit kargen Graten und nur alten Firn- oder Gletscherresten in höchster Lage.
Schnee · Ausland · Schweizer Alpen HEUTE 14.09.2026 SchneeToni

Mitte September fast kein Neuschnee: Warum weisse Gipfel noch keinen Winter bedeuten

Der Montag zeigt deutlich, wie wichtig bei SchneeToni die Unterscheidung zwischen sichtbarem Weiss und einer tatsächlichen Schneelage ist.

Auf sehr hohen Gipfeln und Gletschern können noch oder bereits wieder helle Flächen sichtbar sein. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass aktuell Neuschnee gefallen ist.

Gletscher, Firn und Neuschnee sind drei verschiedene Dinge

Viele hochalpine Regionen tragen ganzjährig Gletscher- oder Firnflächen. Besonders aus grosser Entfernung sehen diese Flächen schnell wie frischer Schnee aus.

Neuschnee wäre dagegen eine neue Niederschlagsauflage, die erst in den vergangenen Stunden oder Tagen entstanden ist.

Für eine verbreitete Schneelage braucht es zusätzlich genügend Niederschlag und eine ausreichend tief liegende Schneefallgrenze.

Das SLF ist noch im Sommermodus

Das SLF veröffentlicht im Sommer und Herbst Lawinenbulletins nur dann, wenn grosse Schneefälle eine relevante neue Lawinensituation erzeugen.

Das ist ein wichtiger Hinweis für die Einordnung: Mitte September ist die Schweiz meteorologisch noch nicht im regulären Lawinenwinter.

Trotzdem muss Neuschnee im Hochgebirge ernst genommen werden, wenn er lokal auftritt. Schon kleinere Schneemengen können auf steilen Felsplatten oder gefrorenem Untergrund gefährlich werden.

Heute ist vor allem die Höhe entscheidend

Im Mittelland herrscht weiterhin mildes Wetter. Zürich erreicht am Montag etwa 25 Grad.

Damit ist klar: Ein Wintereinbruch bis in mittlere oder tiefe Lagen ist aktuell kein Thema.

Erst bei einem kräftigen Kaltluftvorstoss mit Niederschlag würde sich die Situation deutlich ändern. Bis dahin bleiben die typischen weissen Flächen vor allem ein Hochgebirgs- und Gletscherthema.

Stand: Montag, 14. September 2026, 08:45 Uhr.