16-Tage-Blick auf die Alpen: Gibt es endlich ein belastbares Schneesignal?
Ende September wird jeder kühlere Modelllauf sofort interessant. Entscheidend ist aber nicht, ob irgendeine einzelne Berechnung Schnee zeigt, sondern ob mehrere Ensembleläufe dasselbe Muster wiederholt bestätigen.
Die nächsten Tage bleiben zu mild für einen Wintereinbruch
Aktuell liegt die Schneefallgrenze in vielen Teilen der Alpen deutlich über 2500 bis 3000 Metern, regional noch höher. Für normale Passlagen und die meisten Skigebiete ist Schnee damit vorerst kein Thema.
Wo ein erstes Schneesignal auftauchen kann
Im Zeitfenster Richtung Monatswechsel tauchen in einzelnen Ensemblevarianten kühlere Nord- oder Nordwestlagen auf. Sollte sich eine solche Strömung mit ausreichend Feuchtigkeit verbinden, wäre im Hochgebirge oberhalb von etwa 2500 bis 3000 Metern vorübergehender Neuschnee möglich.
Warum 16 Tage keine konkrete Schneevorhersage sind
ECMWF-Ensembleprognosen werden mit vielen leicht unterschiedlichen Modellläufen gerechnet. Ab etwa Tag 7 bis 10 wächst die Streuung stark. Über diesen Zeitraum hinaus sind deshalb nur Tendenzen sinnvoll, keine seriösen Zentimeterangaben und keine exakt vorhersagbare Schneefallgrenze.
Was müsste passieren, damit es wirklich interessant wird?
Für einen markanten frühen Wintereinbruch müssten mehrere aufeinanderfolgende Ensembleläufe gleichzeitig kalte Luft, ausreichenden Niederschlag und eine deutlich sinkende Nullgradgrenze zeigen. Genau dieses stabile Zusammenspiel ist derzeit noch nicht gegeben.
Der derzeit beste Kandidat: Hochgebirge
Am ehesten betroffen wären zunächst die höchsten Lagen der West-, Zentral- und Ostalpen. Für Gletschergebiete und Gipfelregionen kann Ende September jede stärkere Kaltfront Schnee bringen. Für Täler, Voralpen und die meisten Passstrassen ist aktuell aber noch kein belastbarer Wintereinbruch zu erkennen.
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