Nullgradgrenze steigt Richtung 4100 Meter: Warum die Hochalpen am Nachmittag anders sind als am Morgen
Der sonnige Samstag bringt keinen Neuschnee, verändert aber die Bedingungen auf bestehenden Firn-, Schnee- und Gletscherflächen deutlich. In der Deutschschweiz steigt die Nullgradgrenze im Tagesverlauf von rund 3400 auf etwa 4100 Meter.
Damit wird aus einem kühlen Morgen in grosser Höhe kein durchgehend kalter Tag. Sonneneinstrahlung und die steigende Nullgradgrenze sorgen dafür, dass sich hochalpine Oberflächen im Tagesverlauf stark verändern können.
Am Morgen hart, später deutlich milder
Nach klaren Nächten können Firn- und Altschneeflächen am frühen Morgen hart oder vereist sein. Steigt die Temperatur anschliessend deutlich an, können sonnenexponierte Flächen später aufweichen.
Das ist kein neues Schneefallthema, sondern ein typischer Septemberprozess. Gerade deshalb ergänzt dieser Blick die heutige Analyse zum Schneefallpotenzial Ende September und im Oktober: Aktuell dominiert noch die milde Hochgebirgslage, nicht ein früher Wintereinbruch.
Die Höhe bleibt entscheidend
Selbst wenn die Nullgradgrenze bis gegen 4100 Meter steigt, liegen die höchsten Alpengipfel darüber und damit weiterhin im Frostbereich oder nahe 0 Grad. Gleichzeitig sind mittlere Höhenlagen deutlich milder.
Für die Beurteilung hochalpiner Verhältnisse genügt deshalb weder der Blick auf die Taltemperatur noch auf einen einzigen Gipfelwert. Entscheidend sind Höhe, Exposition, Bewölkung und Tageszeit.
Aktuelle regionale Entwicklungen finden sich auch im SchneeToni-Alpenwetter.
Stand: Samstag, 12. September 2026, 14:00 Uhr.
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