16-Tage-Schneetrend für die Alpen: Gibt es Signale für einen Schneeeinbruch?
Ende September wird der Blick der Schneefans immer häufiger auf die Langfristmodelle gerichtet. Die wichtigste Aussage am Montagmorgen lautet: Für die kommenden rund zwei Wochen ist ein markanter und flächiger Wintereinbruch in den Alpen derzeit noch nicht robust abgesichert.
Die ersten Tage bleiben eher mild
Die aktuelle Wetterlage bringt zwar kühlere Luft in Teile des Alpenraums, die Schneefallgrenze bleibt aber zunächst hoch. Schnee ist vor allem auf den höchsten Gipfeln und Gletschern denkbar. In normalen Passlagen und mittleren Höhen zeichnet sich noch kein Wintereinbruch ab.
Was die 15-Tage-Ensembles leisten
Das ECMWF-Ensemble rechnet bis 15 Tage im Voraus mit 51 Varianten. Je weiter der Zeitraum entfernt ist, desto grösser wird die Streuung und desto weniger sinnvoll sind exakte Aussagen zu Schneemengen oder einer bestimmten Schneefallgrenze.
Gibt es Kältesignale?
Einzelne Modellvarianten können zum Monatswechsel kühlere Nord- oder Nordwestlagen andeuten. Damit wäre im Hochgebirge vorübergehend Neuschnee möglich. Entscheidend wäre jedoch, ob kalte Luft und Niederschlag zeitgleich eintreffen. Ein einzelner kalter Modelllauf reicht dafür nicht aus.
Derzeit kein belastbares Wintersignal bis in mittlere Lagen
Für einen echten frühen Wintereinbruch müssten mehrere aufeinanderfolgende Ensembleläufe gleichzeitig deutlich tiefere Temperaturen und ausreichend Niederschlag zeigen. Genau dieses stabile Signal fehlt derzeit.
Für SchneeToni bleibt deshalb vor allem das Hochgebirge interessant: Oberhalb von etwa 2500 bis 3000 Metern kann sich Ende September die Situation rasch ändern. Für Täler, Voralpen und die meisten Passstrassen ist ein nachhaltiger Wintereinbruch momentan nicht in Sicht.
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