Nullgradgrenze steigt auf 3500 bis 3600 Meter – Schnee bleibt heute ein Hochgebirgsthema
Von einem Wintereinbruch kann in den Schweizer Alpen derzeit keine Rede sein. Die Nullgradgrenze steigt am Donnerstag, 10. September 2026, auf rund 3500 Meter in der Westschweiz und etwa 3600 Meter auf der Alpensüdseite. In mittleren Höhenlagen ist deshalb Regen beziehungsweise feuchte Bewölkung das Thema – nicht Neuschnee.
Nullgradgrenze deutlich über den meisten Wanderhöhen
Die aktuelle Höhenlage der Nullgradgrenze zeigt, wie mild die Luftmasse im Hochgebirge trotz des kühleren Wettereindrucks in den Tälern weiterhin ist. In der Westschweiz wird sie im Tagesverlauf bei ungefähr 3500 Metern erwartet, auf der Alpensüdseite bei rund 3600 Metern.
Damit liegen die Temperaturen auf typischen Pass-, Wander- und Alpweidenhöhen klar über dem Gefrierpunkt. Niederschlag fällt dort als Regen. Schnee wäre allenfalls in den höchsten Gipfellagen ein Thema, wo die Temperatur lokal nahe an den Gefrierpunkt sinkt.
Wolken und Schauer erschweren die Sicht
Für Bergtouren ist heute weniger die Schneelage als die Bewölkung entscheidend. Entlang der Voralpen und Alpen bleibt es wechselnd bis stark bewölkt. In Nord- und Mittelbünden sind einzelne Schauer möglich, gegen Abend auch im Berner Oberland. In den Walliser Alpen können sich ebenfalls einzelne Schauer oder Gewitter entwickeln.
In der Westschweiz liegen Berge oberhalb von rund 2000 Metern zeitweise in Wolken. Dadurch kann die Sicht in exponierten Lagen rasch schlechter werden, obwohl die Temperaturen für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich tief sind.
Engadin deutlich kühler als das Tessin
Der Höhenunterschied macht sich besonders zwischen der Alpensüdseite und dem Engadin bemerkbar. In den Niederungen südlich der Alpen liegen die Nachmittagswerte um 22 Grad, während im Oberengadin nur etwa 14 Grad erreicht werden.
Das ist ein typischer Septemberkontrast: Im Tal bleibt es mild, in höheren Lagen fühlt sich der Tag kühl und wolkenreich an. Daraus lässt sich aber kein verbreiteter Schneefall ableiten.
Zum Wochenende steigt die Nullgradgrenze erneut
Am Freitag liegt die Nullgradgrenze auf der Alpensüdseite weiterhin ungefähr bei 3500 Metern. Für Samstag wird dort sogar ein Anstieg in Richtung 4000 Meter erwartet. Gleichzeitig wird es zunehmend sonniger.
Für SchneeToni bedeutet das klar: In den kommenden Tagen bleibt Schnee auf sehr hohe Lagen beschränkt. Für Wandernde und Bergsteiger sind Sicht, lokale Schauer, nasse Wege und die deutlichen Temperaturunterschiede zwischen Tal und Gipfel wichtiger als winterliche Verhältnisse.
Stand: Donnerstag, 10. September 2026, früher Nachmittag.
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