Spätsommerliche Schweizer Alpenlandschaft mit schneefreien Hängen und Schnee nur auf den höchsten Gipfeln
Alpenwetter · Schweiz JETZT 19.09.2026 SchneeToni

16-Tage-Schneetrend für die Alpen: Ist in den Bergen schon Schnee in Sicht?

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Der meteorologische Herbst ist in vollem Gang, doch der Winter lässt sich in den Alpen noch nicht zuverlässig ausrufen. Für die kommenden rund zwei Wochen zeigen die aktuellen Prognosen vor allem eines: In den tieferen und mittleren Lagen bleibt Schnee vorerst kein Thema. Selbst im Hochgebirge fehlt derzeit ein stabiles Signal für einen kräftigen und länger anhaltenden Neuschneeschub.

Zunächst mild und trocken

Für das aktuelle Wochenende und die ersten Tage der neuen Woche ist die Ausgangslage in den Schweizer Alpen ausgesprochen ruhig. In den Berner und Glarner Alpen sowie in den Schweizer Voralpen werden für Samstag auf 2500 Metern Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt erwartet. Die Schneefallgrenze liegt entsprechend hoch. Auch für Orte wie Davos zeigen die aktuellen Prognosen in den nächsten Tagen trockenes und mildes Wetter.

Damit sind grössere Neuschneemengen zunächst nicht zu erwarten. Auf Gletschern und in sehr hohen, schattigen Lagen können ältere Schneereste liegen bleiben, doch das ist etwas anderes als ein neuer Wintereinbruch.

Was sagen die Modelle bis Anfang Oktober?

Für die zweite Hälfte des 16-Tage-Zeitraums steigt die Unsicherheit deutlich. Das ECMWF-Ensemble liefert bis etwa 15 Tage im Voraus eine Bandbreite möglicher Entwicklungen. Diese Produkte sind ausdrücklich probabilistisch: Je weiter der Zeitraum entfernt ist, desto wichtiger wird die Streuung der Modellläufe und desto weniger sinnvoll sind punktgenaue Aussagen zu Schneemengen oder einer exakten Schneefallgrenze.

Aktuell ist kein konsistentes Signal erkennbar, das in den grossen Schweizer Alpenregionen bereits einen markanten, flächigen Schneefall bis in mittlere Höhen ankündigt. Mehrere modellbasierte 16-Tage-Trends für bekannte Alpenorte wie Grindelwald, Davos und Saas-Fee zeigen im Moment ebenfalls kaum oder gar keinen Neuschnee. Einzelne sehr hohe Gipfel können bei einem kurzen Kaltlufteinbruch trotzdem vorübergehend angezuckert werden.

Wo Schnee am ehesten auftauchen könnte

Wenn sich im späteren Prognosefenster eine Front mit ausreichend kalter Luft durchsetzt, wären zuerst die höchsten Bereiche des Alpenhauptkamms betroffen. Dort kann Ende September schon ein relativ kleiner Temperaturrückgang reichen, damit Niederschlag oberhalb von ungefähr 2500 bis 3000 Metern zeitweise als Schnee fällt. Entscheidend ist jedoch, ob kalte Luft und Niederschlag zeitlich tatsächlich zusammenkommen.

Der Deutsche Alpenverein weist für das aktuelle Wochenende bereits darauf hin, dass oberhalb von 3000 Metern am Alpenhauptkamm lokal etwas Neuschnee möglich ist. Das betrifft aber das Hochgebirge und ist kein Zeichen für einen allgemeinen Wintereinbruch.

Der 16-Tage-Ausblick bleibt ein Trend, keine Schneegarantie

Für Schnee-Fans ist die wichtigste Botschaft deshalb nüchtern: Ja, Ende September ist Schnee im Hochgebirge meteorologisch jederzeit möglich. Im aktuell berechneten 16-Tage-Fenster gibt es aber noch kein robustes Signal für einen grösseren und nachhaltigen Schneefall in den Schweizer Alpen.

Spannend wird es erst dann, wenn mehrere aufeinanderfolgende Modellläufe gleichzeitig tiefere Temperaturen und genügend Niederschlag zeigen. Bis dahin bleibt die Lage überwiegend spätsommerlich bis frühherbstlich, mit Schnee höchstens auf sehr hohen Bergen oder in kurzen, lokal begrenzten Phasen.